Niemand ist illegal

Asylsuchende in der Wiener Votivkirche

In Traiskirchen, dem größten Österreichischen Lager für Asylwerber, leben momentan 1400 Männer, Frauen und Kinder – obwohl das Lager nur für 700 Asylwerber ausgelegt ist. Am 24. November 2012 veranstalteten Asylwerber und Unterstützer einen Protestmarsch von Traiskirchen nach Wien. Dort bauten sie ein Zeltlager auf, um mit dieser Aktion auf die menschenunwürdigen Missstände in Traiskirchen hinzuweisen. Dabei wurden sie von lokalen Firmen, NGO´s und Privatpersonen mit Zelten, Schlafsäcken, Kleidung und Lebensmitteln unterstützt. Am Anfang wurden fast täglich Diskussionsrunden, Workshops und Demonstrationen rund um das Thema Asyl angeboten.

Nach einigen Tagen des Protestcamps brach der Österreichische Winter herein und die Temperaturen sanken von 12 auf minus zwei Grad. Trotz der Kälte harrte der Großteil der Asylwerber und Unterstützer in ihrem Protestcamp aus, bis die Polizei das Lager räumte.

Nach der Räumung des Votivparks durch die Polizei fanden die Asylwerber Zuflucht in der nahegelegenen Votivkirche, von der sie aus weiter Gespräche mit politischen Verantwortlichen führen um eine Verbesserung der Lage in Traiskirchen und der Asylwerber generell zu erreichen. Um ihren Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen, traten einige Asylwerber in Hungerstreik. 

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